CALL FOR SYMPOSIA

Sprache(n) bilden

Arbeit mit und an Sprache(n) in institutionellen und außerinstitutionellen Kontexten

gal2020.blogs.ruhr-uni-bochum.de/                             http://www.conftool.com/gal2020

‚Verschiedene Sprachen sprechen‘ und ‚Sprache sicher beherrschen‘ ist unbestrittener Bestandteil unseres Bildungskanons; sprachliche und kommunikative Kompetenzen gelten als entscheidende Voraussetzung für erfolgreiche Bildungsbiographien. ‚Sprachen lehren‘ wird als gesellschaftliche Aufgabe betrachtet, und Bildungspolitik und Wissenschaft haben vielfältige Konzepte entwickelt, die erfolgreiche Sprach(en)bildung sicherstellen sollen. Sie zielen häufig explizit auf den schulischen Unterricht oder Sprachfördermaßnahmen ab.

Doch sprachliche Bildung vollzieht sich nicht nur gesteuert in der Schule, sondern auch implizit, also beiläufig und ungesteuert, z. B. im Gespräch und in einer Vielzahl medialer Situationen in privaten Kontexten, in der Familie, im Beruf usw. Sie lässt sich nicht auf Bereiche wie Grammatik, Orthographie und Lexik einschränken, sondern es müssen Aspekte des Norm- und Variationsbewusstseins ebenso berücksichtigt werden wie Faktoren einer situations-, sprechziel-, adressaten- und mediengerechten Sprache.

In diesem Zusammenhang stellen sich eine Reihe von Fragen wie bspw.:

  • Wie muss bzw. soll eine erfolgreiche sprachliche Bildung im Erst-, Zweit- und Fremdsprachenerwerb beschaffen sein?
  • Welche Herausforderungen bringt eine zunehmend heterogene Lerner*innenschaft mit sich?
  • Wie kann auf spezifische Lehr/Lern-Erfordernisse spezieller Zielgruppen (z. B. Geflüchtete) reagiert werden?
  • Welche medialen Formen der Kommunikation, z. B. bildbasierte Kommunikations­formen, lassen sich erfolgreich in die Sprach(en)bildung einbeziehen?
  • Wie spielen familiäre und bildungsinstitutionelle Aspekte der sprachlichen Bildung zusammen?
  • Wo verlaufen Verbindungslinien zwischen fachlichem, kulturellem und sprachlichem Lernen, aber auch medialer Bildung, und welche Erkenntnisse haben wir zum impliziten Sprach(en)lernen?

Informationen zum Einreichen eines Symposiums

Das Verfahren für die Einreichung von Symposien erfolgt in zwei Schritten:

Mit diesem Call for Symposia bitten wir bis zum 16. Dezember 2019 zunächst um Vorschläge für ein eigenes Symposium. Diese Vorschläge können zwischen dem 2. und 16. Dezember 2019 über das Kongress-Management-System ConfTool (http://www.conftool.com/gal2020) eingereicht werden. Hierbei sind Titel, Abstract (max. 500 Wörter ohne Bibliografie) und mögliche KandidatInnen für Beiträge zu nennen. Von mindestens drei dieser avisierten Vortragenden ist die Bereitschaft nachzuweisen, dass sie – eine positive Evaluation vorausgesetzt – im Symposium mitwirken werden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch die Sektionsleitungen der GAL ein eigenes Symposium im Rahmen des Tagungsthemas beantragen können. Insgesamt wird es 14 Symposien geben.

Aus den eingehenden Vorschlägen werden vom Programmkomitee diejenigen ausgewählt, die in ihrer Summe das Rahmenthema am besten erfassen. Eine Rückmeldung über Annahme bzw. Ablehnung geht den Antragsteller*innen bis 20.01.2020 zu. Anschließend erfolgt der Call for Papers für die einzelnen Symposien (Deadline für die Einreichung von Vortragsvorschlägen: 01.04.2020). Zusätzlich zu den hier ausgeschriebenen Symposien wird es am 01.02.2020 einen ‚Call for Posters‘ und einen ‚Einzelvortrags-Call‘ geben.